Enzyklopädie des Heiligen Geistes

An den Heiligen Geist

Novene zum Heiligen Geist

Neun Tage, vom Tag nach Christi Himmelfahrt bis zum Vorabend von Pfingsten. Beginne jeden Tag hier. Komm, Heiliger Geist, erfülle mein Herz, und entzünde in mir das Feuer deiner Liebe. Du bist die Verheißung, auf die zu warten uns aufgetragen war. Ich warte, wie sie gewartet haben, in einem Raum, der noch nicht Pfingsten ist. Dann der Tag. Erster Tag — der Geist selbst Komm, und komm nicht als Fremder. Was in mir verschlossen ist, öffne; was kalt geworden ist, zünde an. Zweiter Tag — die Gottesfurcht Gib mir die Furcht, die nicht die eines Sklaven ist, sondern die eines Liebenden: der nur fürchtet, den zu verletzen, den er liebt. Dritter Tag — die Frömmigkeit Lehre mich, Vater zu sagen und es zu meinen, und in jedem Nächsten einen zu sehen, den auch du beim Namen rufst. Vierter Tag — die Wissenschaft Lass mich die geschaffenen Dinge sehen, wie sie sind: gut, und geschenkt, und nicht Gott. Fünfter Tag — die Stärke Halte mich an der Stelle fest, an der das Rechte zu tun teuer zu werden beginnt, dem einzigen Ort, an dem Mut je eine Tugend war. Sechster Tag — der Rat Wenn der Weg sich teilt und beide Wege wie meiner aussehen, sag mir, welcher deiner ist. Siebter Tag — der Verstand Lass mich in das hineinsehen, was ich schon glaube, damit es aufhört, ein Satz zu sein, den ich wiederhole, und ein Land wird, in dem ich wohne. Achter Tag — die Weisheit Gib mir deinen eigenen Geschmack an den Dingen: zu lieben, was der Himmel liebt, in dem Maß, in dem der Himmel es liebt. Neunter Tag — die Früchte Du hast Frucht versprochen, und nicht nur Gaben: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit. Lass sie in mir langsam reifen, und in den Menschen, die mit mir leben müssen. So schließt jeder Tag. Sende aus deinen Geist, und wir werden neu geschaffen, und du wirst das Antlitz der Erde erneuern. Amen.

Gib es weiter

Wann dieses Gebet gebetet wird

Die neun Tage zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten — die erste Novene, die es je gab, gehalten von den Aposteln mit Maria, der Mutter Jesu: sie „verharrten dort einmütig im Gebet“ im Obergemach, während sie auf das Verheißene warteten (Apg 1,14). Leo XIII. schrieb sie in Divinum illud munus (9. Mai 1897) der ganzen Kirche vor. Die sieben Tage in der Mitte sind die sieben Gaben aus Jes 11,2-3, gebetet in der Reihenfolge, in der die Überlieferung sie hinaufsteigt: von der Gottesfurcht bis zur Weisheit. Bete sie auch vor der Firmung und vor jeder Entscheidung, die dich überdauern wird.

Betet auch

Alle Gebete